![]() Aktive Bewegungstherapie bedeutet, dass der Patient vorwiegend aktiv, d.h. unter willkürlicher Mitwirkung seiner Muskulatur an der Behandlung teilnimmt. Die (aktive) Bewegungstherapie ist eine ärztlich verordnete, physiotherapeutische Behandlung, die vor allem bei Funktionsstörungen des Bewegungs-systems, bei Verletzungen und Verletzungsfolgen oder bei neurologischen Erkrankungen angewendet wird. Ziel der Bewegungstherapie ist es, die Funktions- und Leistungsfähigkeit zu verbessern. Nach eingehender (physiotherapeutischer) Befundaufnahme wird ein individuelles Therapieprogramm erstellt, welches folgende Dimensionen der körperlichen Leistungsfähigkeit umfasst:
Basierend auf der Befundaufnahme und der individuellen Situation des Patienten werden die Therapieziele und ein entsprechendes Programm erarbeitet. Dieses Programm wird gemeinsam mit einem Physiotherapeuten umgesetzt. Dabei ist es wichtig, dass die einzelnen Übungen nicht einfach ausgeführt, sondern auch verstanden werden. Der Patient soll nach Therapieabschluss in der Lage sein, diejenigen Übungsumfänge, die für die Erhaltung oder Verbesserung des Erreichten notwendig sind, selbständig auszuführen. In der Medizinischen Trainingstherapie wird mittels Kraft-, Ausdauer-, Beweglichkeits- und Koordinationstraining gezielt der Bewegungsapparat sowie das Herz-Kreislaufsystem trainiert. Gleichzeitig werden mit einer verbesserten Leistungsfähigkeit auch Funktionsverbesserungen im Stoffwechsel, Kreislauf sowie im Nervensystem und in der Atmung ausgelöst.
MTT in der Rehabilitation In der Rehabilitation angewendet konzentriert sich die MTT auf die Verbesserung von Aktivitätseinschränkungen, wie sie zum Beispiel durch das Einsetzen einer Hüftprothese, einer Kreuzbandplastik oder nach einer Bandscheibenoperation auftreten können. Auch bei unspezifischen Rückenbeschwerden oder chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates ist die MTT als Behandlungsmethode sehr erfolgreich. MTT als präventives Training Im Rahmen eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes können pro Woche zwei bis drei Trainingseinheiten durchgeführt werden, bei denen der jeweilige Trainingsschwerpunkt zwischen „Ausdauer" und „Kraft" variiert werden kann. Der Faktor Kraft wird hierbei hauptsächlich an Krafttrainingsgeräten oder mit freien Gewichten-, der Faktor Ausdauer an verschiedenen Ergometern unter Pulskontrolle trainiert. Das auf die individuellen Bedürfnisse/Indikationen hin erarbeitete Trainingsprogramm wird in regelmässigen Abständen von Physiotherapeuten kontrolliert und aktualisiert. Häufigste Indikationen:
MTT wird vom Arzt verordnet und findet unter physiotherapeutischer Anleitung statt. Nach einer Befragung und Befundaufnahme durch den Physiotherapeuten wird Ihnen ein individueller, ihren Problemen angepasster Trainingsplan zusammengestellt. Nach Abschluss der MTT können Sie in einem Fitnesscenter mit gut ausgebildetem Personal die Übungen selbständig weiterführen. Manualtherapeutische Techniken Das Konzept der Manualtherapie besteht darin, durch eine umfassende manuelle Untersuchung eine Hypothese über die Ursache der Störung sowie über die Art und Lokalisation der betroffenen Struktur (z.B. Gelenk, Muskel, Nerv) zu erarbeiten. Diese Hypothese bildet dann die Grundlage für die Behandlung. Neben den üblichen physiotherapeutischen Massnahmen werden vor allem passive Gelenksmobilisationen an den Extremitäten und der Wirbelsäule eingesetzt. Ein Wiederbefund nach der Behandlung erlaubt dem Therapeuten, den Status permanent zu überprüfen und, falls notwendig, die Behandlung anzupassen.
Die Manualtherapie eignet sich hervorragend zur Behandlung von Verletzungen (z.B. Sport-, Auto- und Arbeitsunfälle) und Erkrankungen im Bereich des Bewegungsapparates. Das Spektrum reicht von Arthrose und Bandscheibenschäden über blockierte Gelenke und eingeklemmte Nerven (z.B. Ischias) bis hin zu Kopfschmerzen und Muskel-/Bandverletzungen.
Die Triggerpunkttherapie lässt sich im weiteren Sinne auch zu den manualtherapeutischen Techniken zählen. Bei Triggerpunkten handelt es sich um überempfindliche Stellen in einem verspannten Bündel von Muskelfasern. Das Wort 'Triggerpunkt' stammt aus dem Englischen 'to trigger' und bedeutet 'auslösen'. Gemeint ist damit das Auslösen von fortgeleitenden Schmerzen. Dies ist eine typische Eigenschaft von Triggerpunkten. Sie strahlen häufig Schmerzen in entfernte Körperregionen aus. In einem Muskel können sehr viele Triggerpunkte vorkommen und Triggerpunkte können in verschiedenen Muskeln gleichzeitig auftreten. Das Resultat kann ein komplexes Schmerzmuster sein. Triggerpunkte spielen bei fast allen Schmerzen des Bewegungsapparates eine grosse Rolle. Bei der Triggerpunkt-Therapie werden diese Stellen mit starkem Druck behandelt und die verspannten Muskelfasern entlang ihres Faserverlaufes aufgedehnt. Daneben werden auch die Muskelhäute (Faszien) gedehnt und die Beweglichkeit einzelner Muskeln gegeneinander verbessert.
Die manuelle Triggerpunkt-Therapie wird bei der Behandlung von Schmerzsyndromen, in der Sportphysiotherapie und der orthopädischen Rehabilitation angewendet. In streßorientierten Lebensphasen ist es wichtig, dem eigenen Körper seine äußerst notwendige Enstpannung zu ermöglichen. Dies beugt aktiv Krankheiten vor, erzielt Leistungssteigerungen und eine gesunde, körperliche Fitness.
Gesundheitsberatung und Aufklärung sind wichtige Teilbereiche der Physiotherapie. Als Prävention (vom lateinischen praevenire „zuvorkommen, verhüten") bezeichnet man vorbeugende Maßnahmen, um ein unerwünschtes Ereignis oder eine unerwünschte Entwicklung zu vermeiden. Ganz allgemein kann der Begriff mit "vorausschauender Problemvermeidung" übersetzt werden. Es geht um Vorbeugung von Fehlhaltungen, Vermeidung von Berufskrankheiten und generellen Volkskrankheiten, die auf Fehl- oder Mangelbelastung beruhen. Man unterscheidet:
|

Physiotherapie
